Technischer Übungstag

22.10.2016 Technischer Übungstag

Personenrettung nach Gasexplosion. Mit diesem Einsatzstichwort macht sich die neunköpfige Besatzung des Löschfahrzeuges auf den Weg zum Einsatzort. Beim Eintreffen am Unglücksort wird der Ernst der Lage sehr schnell bewusst. Von Trümmern eingeklemmte Personen und herumlaufende Verwirrte prägen die ersten Eindrücke. Eine Geräuschkulisse, dominiert von verängstigten und schreienden Personen, erhöht zudem den Stressfaktor der Einsatzkräfte. Unter diesen Umständen ist es äußerst schwierig, sich einen Gesamteindruck vom Geschehen zu verschaffen. Dies ist aber notwendig, um das Überleben möglichst vieler zu sichern. Ständig begleitet vom Hintergedanken, dass für einige die Hilfe schon zu spät sein wird.

Diese und ähnliche Szenarien spielten sich beim Technischen Übungstag am 22. Oktober in Wildenau ab. Auch wenn es nur eine Übung war, so schienen die Ereignisse beinahe Realität zu sein. Um für Großschadensfälle bestmöglich vorbereitet zu sein, müssen diese Abläufe geübt werden. Denn auch für Rettungskräfte stellen diese Geschehnisse Ausnahmesituationen dar. Gemeinsam mit umliegenden Feuerwehren und Mitarbeitern des Roten Kreuzes nahm die Feuerwehr Moosbach beim zweiten Turnus des Technischen Übungstages teil. Unterschiedliche Stationen widerspiegelten sehr gut den Ernstfall. Mit weiteren Einsatzbefehlen wie beispielsweise „Verkehrsunfall mit LKW und PKW mit gefährlichen Stoffen“, „Motorblock auf Person gestürzt“, „Person verschüttet“ und „Person unter Baum eingeklemmt“ eilte die Mannschaft mit dem Löschfahrzeug zur Hilfe. Wie die Bezeichnung „Löschfahrzeug“ schon vermuten lässt, ist der Großteil der Ausrüstung für den Brandeinsatz vorgesehen. Doch auch mit einfachen Mitteln gibt es viele Möglichkeiten für eine rasche und schonende Menschenrettung. Für alle Beteiligten war dies ein äußerst lehrreicher Tag.

Mannschaft:      9
Beobachter:      2
Komparse:         1
Mittel:  LF-A

Fotos: © FF-Moosbach

GUGG Motorspritze bekommt einen ehrenvollen Platz im Moosbacher Feuerwehrmuseum.

Am Donnerstag den 13. Oktober 2016 wurde die GUGG Motorspritze Bj. 1956 die uns als Leihgabe der Freiwilligen Feuerwehr Mattighofen zu Verfügung gestellt wurde offiziell in die Sammlung des Moosbacher Feuerwehrmuseums aufgenommen. Wo sie einen ehrenvollen Platz fand.

Besonders freut es uns, dass das Moosbacher Feuerwehrmuseum von unseren Kameraden aus Mattighofen als letzter Standort für die GUGG Motorspritze ausgewählt wurde. Bis April 2016 verrichtete die Spritze ihre Dienste zur besten Zufriedenheit in Mattighofen.

Die GUGG Motorspritze die in mühevoller Arbeit von unseren E-HBI Josef Reiseder restauriert wurde, konnte dann am 13. Oktober von einer Abordnung aus Mattighofen (unter Ihnen der Kommandant der Feuerwehr Mattighofen ABI Martin Kreil, E-HBI Johann Gamperer, HBI Johann Vorreiter sowie der Bürgermeister aus Mattighofen Herr Fritz Schwarzenhofer) sowie einer Abordnung aus Moosbach (unter Ihnen Kommandant Gerhard Thaller, E-HBI Josef Reiseder, E-OBI Franz Seebuger, E-BI Josef Seidl, E-HBM Franz Feichtenschlager sowie der Bürgermeister von Moosbach Ing. Johann Scharf) bestaunt werden.

Danke an die Feuerwehr Mattighofen für diese besondere Leihgabe.

Daten zur Gugg Motorspritze:

Baujahr 1956

Pumpentyp GS III

Fabriknummer 3189

Fördermenge 750 Liter bei 10 Bar

Motor: VW Industriemotor 1192 cm3 Benzin Luftgekühlt

Leistung: 28 PS

Ansaugvorrichtung: Gasstrahler

Die Gugg Motorspritze stand bis April 2016 im Einsatz. Die VW Industriemotoren wurde von 1951-1991 gebaut. Der VW Motor wurde ab 1954 bei Tragkraftspritzen eingebaut. Die mattighofner Motorspritze ist eine der Ersten, die bei Gugg mit diesem VW Motor gebaut wurde.

Restauriert 2016 von E-HBI Josef Reiseder

Fotos: © FF-Moosbach